Mi21Dez2011

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Volleyball


Es war in den frühen 60er Jahren: Im Hartigsbau bewegten gestandene Mannsbilder mit offensichtlich deformierten Füßen schließlich nannten sie sich „Senkfußriege“ – einen Ball mit den Füßen über eine Bank und stritten sich dabei sehr. Da kam 1962 Werner Koch mit dem Vorschlag, den Ball mit den Händen über ein Netz zu befördern. Seither wird beim TV Miltenberg Volleyball gespielt.1968 beschloss man im Volleyballkreis Aschaffenburg Punktespiele durchzuführen. Klaus Schmitt überredete sieben Spieler; die Volleyballabteilung des TV Miltenberg war gegründet. In dieser ersten Saison spielten Klaus Bertram, Herbert Böhm, Hans-Hermann Faust, Michael Fleischmann, Rüdiger Horner, Manfred Jörg, Kurt Lux und Klaus Schmitt (Spielertrainer).
Ende 1968 überredete man den Spieler Horner, die Abteilungsleitung zu übernehmen. Der blickt nun auf 44 Volleyballjahre beim TV Miltenberg zurück, auf eine Zeit, die Ärger und Arbeit, aber auch sehr viel Spaß und große Erfolgserlebnisse gebracht hat.

Die Olympischen Spiele in München führten in Deutschland zu einem wahren Volleyballboom, der in Miltenberg zur Gründung einer Damenmannschaft führte. Diese schaffte bereits 1974 den Sprung in die Bayernliga. Wie es sich gehört, wirkten die Damen als Vorbilder für die Herren, die nach etlichen Aufstiegen in der Saison 1976/1977 erstmals an den Punktespielen der Bayernliga teilnehmen durfte. Der Kopf der damaligen Mannschaft war Miltenbergs sportliches Allround-Talent Thomas Neuber. Als Zuspieler wirkte Jürgen Buschmann mit, der später zum Co-Trainer der Damen-Nationalmannschaft avancierte.
Die mittleren 70er Jahre waren für lange Zeit die erfolgreichsten Jahre der Abteilung.
Während dieser Zeit spielte sogar die 2. Herrenmannschaft in der Landesklasse Nordwest und war damit die am höchsten spielende 2. Mannschaft Bayerns. Die Erfolge der TVM-Volleyballer wurden 1976 durch den Arbeitskreis der Miltenberger Sportvereine gewürdigt, welcher die 1. Herrenmannschaft zum „Sportler des Jahres“ kürte. Unsere Volleyball-Damen entdeckten ausgerechnet in der Bayernliga-Saison ihr vermehrtes Interesse an der Männerwelt. Wen verwundert es, dass es sportlich mit ihnen abwärts ging! Jahr für Jahr stieg die „Frauschaft“ teilweise freiwillig, teilweise gezwungenermaßen ab, bis sie in der Saison 1977/78 wieder in der Kreisliga angelangt war.
Leider nahm sich die 1. Herrenmannschaft brav und folgsam auch weiterhin die Damenmannschaft als Vorbild. So entschloss man sich bereits 1978 zum freiwilligen Rückzug aus der Bayernliga, da mittlerweile alle Spieler in oft weit entfernten Orten studierten und daher nur zu den Spieltagen anreisen konnten. Der Durchmarsch nach unten setzte sich in den folgenden Jahren fort, als das Team mehrere Jahre lang freiwillig oder zwangsweise abstieg, nachdem die meisten Bayernliga-Cracks den Verein verlassen hatten.

Nach diesen Jahren des „Minuswachstums“ war in der Saison 1989/90 dann ein Tiefstand erreicht. Die Zahl der Mannschaften hatte sich innerhalb von zehn Jahren von acht auf zwei reduziert. Die Herrenmannschaft spielte nur noch in der Kreisliga. Die Damenmannschaft machte sich in der Bezirksklasse bei den Gegnerinnen sehr beliebt, denn das Miltenberger Team verlor alle Spiele und gab die „rote Laterne“ vom ersten bis zum letzten Spieltag nicht aus der Hand. Frustriert diskutierte die „Rest-Truppe“, ob man die Abteilung auflösen sollte. Aber schon im darauf folgenden Jahr erhob sich die Abteilung wie jener viel zitierte Vogel Phönix aus der Asche. Nachdem am „grünen Tisch“ der Abstieg verhindert war, wurde die Frauenmannschaft insbesondere auf Grund der Rückkehr der überragenden Rita Schlegel in der Bezirksklasse Vierter. Das durch den Neuzugang Roland Specht verstärkte Männerteam wurde völlig überraschend Meister der Kreisliga und stieg in die Bezirksklasse auf.

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Mit zwei spektakulären Neuzugängen gelang 1993 der große Schritt nach vorne. Vom SC Leipzig (1. Bundesliga) kehrte das Miltenberger „Eigengewächs“ Alexander Jörg als Spielertrainer zum TVM zurück. Von der ehemaligen Volleyballhochburg der DDR bracht er mit Bodo Nitzsche noch einen weiteren herausragenden Angreifer mit. In der neuen Besetzung wurde auf Anhieb mit 44:0 Punkten die Meisterschaft errungen. Nachdem auch die 1. Damenmannschaft mit ihrer neuen Spielertrainerin Ulrike Schmitt Meister wurde, stiegen beide Teams in die Bezirksliga auf.
Da Alexander Jörg etliche weitere herausragende Spieler anwarb, die auf Grund der großen Kameradschaft auch ohne finanzielle Entschädigung blieben, stieg das Männerteam Jahr für Jahr auf, bis 1997 wieder die Bayernliga erreicht wurde. Dort spielte es bis 2003 immer eine gute Rolle; insbesondere verpasste es die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga drei Mal nur äußerst knapp. Auch die Frauen belegten stets einen Spitzenrang.

Nach dieser sehr erfolgreichen Zeit ging es bei den Volleyballern ab 2003 leider wieder bergab. Da einige Spieler der 1. Herrenmann- schaft den durch lange Reisezeiten (Anreise, Reise zu den Spielen) bedingten Aufwand nicht länger bewältigen konnten oder wollten, wurde die 1. Herrenmannschaft aufgelöst. Am Punktspielbetrieb beteiligte sich fortan nur noch die in der Kreisliga spielende vorherige 2. Mannschaft. Da die Spielerinnen des Frauenteams mehr Zeit für ihre Familien haben wollten, stieg das Team freiwillig in die Bezirksklasse ab. Obwohl die Mannschaft dort stets Zweiter oder Dritter wurde, meldete sie sich 2009 vom Punktspielbetrieb ab.

Die Männermannschaft spielt zur Zeit in der Bezirksklasse Unterfranken-West. Trainiert wird sie vom äußerst engagierten Spielertrainer Bernhard Beck, der es insbesondere versteht, alle Spieler zu motivieren und den Zusammenhalt zu fördern, was bei der außergewöhnlichen Alterszusammensetzung - die jüngsten Spieler sind 16, der älteste 74 - keine Selbstverständlichkeit ist.

Seit 2014 trainiert Bernhard Beck auch weibliche Jugendliche ab dem Alter von 12 Jahren, die altersmäßig in zwei Gruppen unterteilt sind.

Rüdiger Horner, Abteilungsleiter Volleyball

150 jahre-volleyball

 

Senkfußriege

Wenige aus dem zweiten Weltkrieg zurückgekehrte Turner des TV gründeten in der Nachkriegszeit wieder eine Turnriege und nannten sich „Senkfußriege“. Einige Namen dieser Mannschaft sind uns heute noch bekannt. Hermann Bundschuh, Gustl Fertig, Oswald Kehl, Karl Rüssel und Ludwig Schott nahmen das sportliche Training in der inzwischen gut ausgerüsteten Sporthalle am Hartigsbau wieder auf. Nach dem anstrengenden Turnen an Reck, Barren und Seitpferd wurde die letzte halbe Stunde zur Entspannung „Ball über die Schnur“ gespielt. Eine Schnur, ca 1.40 m hoch wurde gespannt, und zwei Mannschaften mit beliebig vielen Personen spielten den Ball pro Mannschaft dreimal mit jeweiliger Bodenberührung. Der als letzter angespielte Mann musste den Ball so scharf ins gegnerische Feld mit dem Fuß befördern, dass der Gegenspieler ihn nur schwerlich annehmen konnte. Im laufe der Jahre schieden einige Personen aus, neue interessierte Turner und Spieler kamen hinzu. Mitte der 60er Jahre kam aus Osteuropa und Asien das faszinierende Volleyball auch zu uns. Keine andere Ballsportart hatte so schnell Fuß gefasst wie dieses kampfbetonte Ballspiel mit seinen eigenen Regeln. Da diese Ballsportart allen Beteiligten der Senkfußriege so eminent viel Spaß und Anforderungen bereitete, wurde nur noch Volleyball gespielt. Bis heute hat sich daran nichts geändert.

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Da die Halle im Hartigsbau in ihrer Fläche gerade für dieses Spiel ausreichte, waren die seitlichen Wände die Spielflächengrenze. Wenn mit Einsatz und Enthusiasmus gespielt wurde, konnte es auch, bedingt durch die umlaufenden Heizungsrohre, manchmal sehr gefährlich werden. Nach einiger Zeit hatte man sich auch dran gewöhnt. 1976 wurde unserer Abteilung wegen des Abrisses der Halle am Hartigsbau eine Sporthalle am Gymnasium zugewiesen. Hier hatten wir nun optimale Bedingungen mit gekennzeichnetem Spielfeld. Wir spielten als Freizeitmannschaft viele Gaumeisterschaften, Freizeit- Volleyball- Turniere und in jüngerer Zeit auch Beach- Volleyball für Freizeitmannschaften. Die Senkfußriege zählte über die langen Zeiträume immer ca. 18-20 Personen.

Mitte der 90er Jahre wurden auch interessierte Damen aufgenommen. Als selbständige Abteilung des TVM hatten wir auch einen Koordinator, lange Zeit wurde diese Position von Willi Beck ausgefüllt. Als Willi Beck aus Altersgründen ausschied, wurde Hermann Büttner Abteilungsleiter. Aus beruflichen Gründen gab Büttner dieses Amt 1987 auf. Seit dieser Zeit führte Jürgen Funk die Abteilung. Im Frühjahr 2011 wurde die Führung
an Claudia und Michael Sellinger übertragen.

Mit der Altherren-Abteilung des TV Erlenbach besteht seit 27 Jahren eine freundschaftliche verbundene Zusammenkunft. Einmal im Jahr treffen wir uns abwechselnd in Erlenbach und Miltenberg. Wir spielen 1 ½ Stunden Volleyball und sitzen dann in fröhlicher Plauderrunde zusammen. In losen Abständen sind wir auch mit Volleyball spielenden Berufsschullehrern aus Hof in Kontakt. Jedes Jahr werden zwei Wanderungen angesetzt, da in den Schulferien uns die Sporthalle nicht zur Verfügung steht.

Klaus Bertram und Hermann Faust spielten bei uns bis zu ihrem 80ten Geburtstag. Als Volleyball-Rentner sind uns Hermann Faust, Emil Bretz und Manfred Jörg nach wie vor bei Freizeit- Unternehmungen solidarisch verbunden. Für den Zusammenhalt und weitreichend auch für die Organisation zeichnet seit sehr vielen Jahren Michael Link Verantwortung. Die anfallende Pressearbeit wird seit jeher durch Hermann Büttner erledigt. In diesem Rahmen möchten wir sportlich weiter existieren.

Hermann Büttner 15.10.2011

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