Do27Feb2014

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Bürgersitzung 2014

Gut vier Stunden Stunden Frohsinn in der gut gefüllten Churfrankenhalle

2014_Buergersitzung_Miltenberg(10)_2048x1364Die 59. närrische Bürgersitzung des TV Miltenberg hatte am Samstag ein buntes und abwechslungsreiches Programm mit jungen Akteuren, sehenswerten Tanzvorführungen und etlichen Musik- und Redebeiträgen zu bieten. „Wir lassen keine Themen aus, wir reden über Mann und Maus" versprach Vorsitzender Michael Müller gleich zu Beginn. Die Gäste, oft sehr aufwendig kostümiert, waren mit Klatschen und Schunkeln eifrig dabei.

2014_Buergersitzung_Miltenberg(37)_908x1364Bürgermeister Joachim Bieber in seinen letzten Bekanntmachungen als amtierender Bürgermeister rief dazu auf, einen Whistleblower á la Snowden in Miltenberg zu suchen. „Wer weiß Bescheid über Stadtrat und Bürgermeister?", schließlich könne es nicht sein, dass in 24 Jahren Amtszeit keine Leichen im Keller zurückblieben. Entgegen der Zeitungsmeldung im Boten: „Der Bieber ist noch nicht auf der Abschußliste", verkündete er aber nicht so lange zu warten und vorher gehen zu wollen. Für die Hochwassermauer schlug er vor, eine Allee mit Lederhülsenbäumen zu pflanzen. Die Lederhülsen könne man dann verwenden, um im Stadtrat die Messer für die Zeit nach dem Wahlkampf hineinzustecken. Für die ausgefallenen Duschen in der Mehrzweckhalle habe der Stadtrat eine Alternative verkündete Bieber. „Für jeden Sportler gibt es für jede Woche eine Dose Deospray". Nachteil sei, dass durch das Spray die Rauchmelder ausgelöst werden. Aber dann könnten die Sportler ja von der anrückenden Feuerwehr gleich geduscht werden, folgerte er.

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Die Doofe Nuss (Ekkart Bein, Großwallstadt) fand in seinem Gastbeitrag Gefallen an dem rückwärts laufenden Hochzeitsfilm. „Zuerst ist der Ring weg, dann holt der Vater wieder die Tochter ab und am Schluss gehe ich mit den Kumpels einen saufen". Der 16-jährige Henrik Schneider berichtete über seine ersten Erfahrungen mit dem

Rasierer. Die Rasierer App vom Handy bringt nichts, der Ladyshaver funktioniert bei Männern nicht aber das sei auch egal, weil Männer mit Bart im Trend sind. „Nur brauch ich mehrere Wochen für einen Dreitagebart" verkündete er.
Gisela Berres (Windischbuchen) sorgte als freche Göre auf dem großen Stuhl mit zahlreichen Gags und Bonmots für Lacher.


2014_Buergersitzung_Miltenberg(141)_2048x1364Laut bejubelt wurden „Stadtgärtner" Michael Walter und die „Alleebäume" Ulli Frey, Thomas Hench und Johannes Oswald für ihren Beitrag zur Mainufergestaltung. Mehrstimmig, teils im Stil der Comedian Harmonists besangen sie Radweggest

altung, Baumallee und die Perle des Mains. Dabei kamen „der Rat der Stadt der keine Ahnung hat" und die Zukunft der Stadtautobahn aufs Tablet. „Ich mag Asphalt, der verliert keine Blätter" resümierte der Stadtgärtner dabei.

2014_Buergersitzung_Miltenberg(248)_874x1364Michael Riegel machte sich, inspiriert durch Fußball und WM vergleichende Gedanken über die unterschiedlichen Busengrößen.
„Wo ich bin ist Sicherheit" verkündete Bernhard Lausberger (Bürgstadt) in einem langen Vortrag in Reimen als begeisterter aber talentloser Feuerwehrmann mit WLAN-Schlauch. Dass als Feuerwehrbraut nur ein Funkenmariechen oder eine Frau mit feuerrotem Haar in Frage kam war klar. Wenn beim Wespennest ausräuchern gleich das ganze Haus abbrennt, hindert ihn das nicht an seiner Begeisterung für die Wehr. Für seinen frei gehaltenen Vortrag erhielt er eine verdiente Rakete.



2014_Buergersitzung_Miltenberg(194)_2048x1364Ein Nachwuchstalent ist die 12-jährige Viktoria Grabietz, die als Schwarzviertler-Mädchen aus dem schwierigen Familienleben berichtete, bei dem es Papa wirklich schwer hat. Aber wie soll es auch sein. Man spricht doch auch von Muttersprache, weil Papa daheim eh nichts zu sagen hat, meinte die Göre frech.
Insgesamt sehenswert und das Ergebnis intensiver Trainingsarbeit waren die Tanzbeiträge die allesamt mit reichem Applaus bedacht wurden. Mit Spaß dabei waren die kleinsten in der Konfettigarde. Zunächst als Puppen und dann fetzig schwungvoll präsentierten die 13 Mädels eine abwechslungsreiche Gardetanzchoreographie. Ausdrucksstark und mit interessanten Hebefiguren zeigten die neun „Crazy Cherry´s" in einem Schautanz was Mädchen in dem Alter alles interessiert. Eine Augenweide und mit einer Rakete bedacht war der Auftritt von „Ami Celli", der großen Garde. Ein flotter, sehr exakt getanzter Gardetanz mit schnellen Schrittfolgen und wechselnden Elementen. Die „Hildegarde" hatte zum Thema Matrosen aufwendige Accessoires auf die Bühne gebracht. Ständige Wechsel von Kostümen und Utensilien gingen einher mit ausdrucksstarkem Tanz nach stimmiger Choreographie und gefühlvollen Bewegungen bei dem selbst das Rudern eines Bootes interpretiert wurde. Als wahrer Springinsfeld zeigte sich die 10-jährige Ann-Sophie Zwicker (Richelbach) die quirlig als Funkenmariechen über die Bühne tobte.

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Was passiert, wenn du einschläfst war das Thema von Ami Celli" beim zweiten Auftritt mit einem Schautanz. Wenn die Untoten unter dem Bett erwachen und ihr Unwesen bis zum Morgen treiben wurde anschaulich dargestellt. Das Spiel mit Licht und Farben, düstere und unheimliche Stimmung, abwechslungsreich Choreographie mit mehreren Handlungsebenen und Artistikeinlagen kennzeichneten den hervorragenden Beitrag der 13 Tänzerinnen.
Den letzten Beitrag des Abends hatte man sich für die Straßenkünstler aufgehoben. Das Männerballett begann als Aufziehpuppen, mutierte in immer schnelleren Rhythmen zu Breakdancern oder parodierte einen Nachtclubtanz mit zahlreichen Hebefiguren. Die elf Männer konnten die Choreographie mit interessanten Details sehr exakt und harmonisch umsetzen und ernteten reichen Schlussapplaus.

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Zur abschließenden Polonaise aller Teilnehmer hatte Regina Eckert aufgefordert. Sie hatte schon nach der Pause als Double von Sängerin Andrea Berg mit mehreren bekannten Gassenhauern aus deren Repertoire für Stimmung gesorgt.

Helga Ackermann

   

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